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Sibiro haiku

eine Graphic Novel aus Litauen
Verfasser/in: Suche nach diesem Verfasser Vile, Jurga; Itagaki, Lina
Verfasserangabe: Jurga Vile (Text) ; Lina Itagaki (Illustration) ; aus dem Italienischen von Saskia Drude
Jahr: [2020]
Mediengruppe: B.Sach.Erw/L.sagg.ad
verfügbar

Exemplare

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Zweigstelle: MS Röd Standorte: Vile / Schülerbibliothek Status: Verfügbar Vorbestellungen: 0 Frist:

Inhalt

Seitenweise 2020Eines Morgens werden Algis und seine Familie von sowjetischen Soldaten aus dem Schlaf gerissen und abtransportiert. Sie müssen alles zurücklassen, auch ihre Heimat Litauen. Aus der Sicht ihres damals noch jungen Vaters, erzählt Jurga Vilé, was sie von seiner Deportation nach Sibirien 1941 weiß. Vieles ist wirklich passiert, manches habe ich mir vorgestellt, beginnt sie seine Geschichte und reicht damit die Erlaubnis, Lücken zu füllen, sogleich auch an die Illustratorin Lina Itagaki weiter. Offene Panels, reduzierter Farbeinsatz und eine freie Bildkomposition stellen sich dem harten, geregelten Lageralltag entgegen, während Kritzeleien, Anleitungen, Briefe und Beschreibungen den Eindruck eines individuellen Zeitzeugnisses erwecken. Auf diese Weise liegen die Prioritäten des kindlichen Erzählers mehr auf den schönen Begegnungen, den Spielen, den Hoffnungen, aber auch Sehnsüchten eines Jungen, der niemals aufgehört hat, seine Heimat zu vermissen.*STUBE* (STUBE//www.biblio.at)

Details

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Verlag: Basel, Baobab Books
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Interessenkreis: Suche nach diesem Interessenskreis Comic
ISBN: 978-3-907277-03-4
Beschreibung: 234 Seiten : Illustrationen
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Sprache: Deutsch
Fußnote: Ein Blick zurück: Vilnius im Juni 1941.Algis und seine Familie werden von sowjetischen Soldaten geweckt. Sie haben nur wenige Minuten Zeit, um zu packen. Algis nimmt seinen Ganter Martin unter den Arm und sein Vater drückt ihm einen Eimer Äpfel in die Hand. Dann werden sie mit vielen anderen Litauern in Eisenbahnwaggons gepfercht, ahnungslos, wohin die Reise gehen wird. Die Endstation ist ein Lager in Sibirien. Die Bedingungen sind unmenschlich, der Hunger groß, die Winter bitter. Mit Galgenhumor und bewundernswertem Ideenreichtum begegnet die Lagergemeinschaft ihrem Elend. Algis' Tante schwärmt für Japan und hat es geschafft, ein Buch mit japanischen Haiku ins Lager zu schmuggeln. Es ist nicht zuletzt diese karge Poesie, die die gefangenen Litauer nicht verzweifeln lässt. Und um ihr Heimweh zu lindern, gründen sie auch einen Chor: den Apfelchor. Apfelbäume wachsen in Sibirien zwar nicht, aber das Singen gibt der Hoffnung Auftrieb, dass dieser Albtraum bald vorüber sein wird. Schließlich gib es eine Vereinbarung, dass zumindest Kinder nach Litauen zurückdürfen. Und so entkommen Algis und seine Schwester dem Schrecken. Jurga Vil schildert diese ungeheuerliche Geschichte aus der kindlichen Perspektive von Algis ihrem eigenen Vater. Die Illustratorin Lina Itagaki hat dazu eine einzigartige Bildwelt geschaffen, in welcher sich Text und Bild zu einem vielschichtigen Gesamtkunstwerk verweben, ergreifend und ermutigend zugleich.#(Angaben aus der Verlagsmeldung)